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In seiner Jugend besuchte Aljechin das Gymnasium in Moskau. Anfangs spielte er gegen seinen Vater, sowie gegen seinen Bruder Alexei. Später besuchte er einen der Moskauer Schachzirkel. Sein erstes Schachturnier gewann er in dem Alter von 16 Jahren. Kurz darauf nahm er an einem internationalen Turnier in Düsseldorf teil, wo er sich den dritten bis vierten Platz teilen musste.
1909 erwarb er schließlich den Meistertitel. Doch ebenso unterlag Aljechin in diesem Jahr zu dem ersten Mal bei einem Einzelkampf. Es war der aus Moskau stammende Schachmeister Nenarokow, gegen den er alle drei gespielten Partien verloren geben musste.
Bis 1914 studierte er Rechtswissenschaften in Sankt Petersburg.
1914 errang Aljechin den dritten Platz beim Internationalen Turnier von Sankt Petersburg, allein Emanuel Lasker und José Raúl Capablanca waren in diesem Turnier besser als er. Seitdem galt er als Großmeister.
Mit Beginn des Ersten Weltkrieges war er an der Front, als Leiter einer Einrichtung des Roten Kreuzes.
1916 wurde Aljechin verschüttet und verbrachte mehrere Monate selber in einem Lazarett.
1919 kehrte Aljechin nach Moskau zurück. Er nahm eine Stelle als Übersetzer an.
1920 gewann er die erste Schachmeisterschaft der UdSSR.
1921 verließ Aljechin seine Heimat und wanderte nach Paris aus. Zeit seines Lebens sollte er nicht mehr in die Sowjetunion zurückkehren. Er begann mit dem Verhandlungen um einen Wettkampf gegen José Raúl Capablanca, dem er die Krone des Schachweltmeisters entreissen wollte.
1927 Die Verhandlungen dauerten sechs Jahre - und gipfelten in den 34 Partien gegen Capablanca in Buenos Aires, wo er mit 6 Siegen, 3 Niederlagen und 25 Remis den Titel des Schachweltmeisters erkämpfte.
1935 verlor Aljechin seinen Titel an den Niederländer
Max Euwe. Dieser Titelverlust lag nicht daran, dass er in Euwe einen für ihn unbesiegbaren Gegner fand, sondern möglicherweise in der Tatsache begründet, dass Aljechin nun dem Alkohol verfallen war. Auch war Aljechin zu dieser Zeit etwas sonderbar. Zu seinen Partien gegen Euwe brachte Aljechin zwei siamesische Katzen mit, die er vor Beginn jeder Partie auf das Schachbrett setzte.
In einem Revanchematch 1937 machte Aljechin dies alles jedoch wieder wett. Mit einem Ergebnis von 10 Siegen, 4 Niederlagen und 11 Remis holte er sich den Weltmeistertitel von Euwe zurück.
Nach dem Sieg gegen Euwe begann Aljechin damit, seine Rückkehr in die Sowjetunion vorzubereiten.
1938 begannen die Verhandlungen um einen Wettkampf gegen Michail Botwinnik. Zu diesem Match sollte es jedoch nicht kommen, denn 1939 brach der Zweite Weltkrieg aus und die Rückkehr in die Sowjetunion wurde unmöglich.
1941 erschienen unter Aljechins Namen antisemitische Artikel in einer französischen Zeitung. Dies führte dazu, dass Aljechin nachdem Ende des Zweiten Weltkrieges zu keinem Internationalen Turnier mehr eingeladen wurde. Aljechin bestritt aufs heftigste, dass er der Verfasser die Definition gewesen sei, doch dieses Dementi erfolgte erst vier Jahre später, 1945, nach dem er offiziell vom Turnier in London 1945 ausgeladen worden war.
Kurz vor seinem Tod kam aus der Sowjetunion die Einladung zu einem Wettkampf um die Weltmeisterschaft gegen Botwinnik, doch in der Nacht zu dem 24. März 1946 verstarb Aljechin. Sein Titel blieb bis 1948 vakant.
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